Nörvenich
Gemeinde Nörvenich
Kreis Düren


Altes Kriegerdenkmal für die Gefallenen im 1. Weltkrieg
(ehemals Marktplatz - existiert nicht mehr)

Nörvenich Nörvenich Nörvenich
Photo links: 4-Bild-Ansichtskarte (gel. 1940); 2. Photo: 3-Bild-Ansichtskarte (ungelaufen); 3. Photo: 2-Bild-Ansichtskarte (ungel.)

Auf dem Nörvenicher Marktplatz wurde am 14. August 1921 ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges eingeweiht. Der Gedenkstein war eine Stiftung von Herrn Peill. In der NS-Zeit wurde der Name des jüdischen Gefallenen M. Hermanns vom damaligen Ortsgruppenleiter von Nörvenich von der Namenstafel geschliffen. Wegen völlig veränderten Verkehrsverhältnissen mußte in den 1960er Jahren der Marktplatz und seine nahe Umgebung umgestaltet werden. Das Kriegerdenkmal wurde demontiert und Das Eiserne Kreuz vom Denkmal wurde 1978 für das Ehrenmal in Neu-Oberbolheim wiederverwendet. 
(Quelle: DVZ Nr. 190/67 v. 18.08.1921)

 

Kriegerdenkmal für die Toten beider Weltkriege
(Bahnhofstraße)

Nörvenich Nörvenich Nörvenich
Photos: 13.08.2005

Das von Ulrich Rückriem geschaffene Ehrenmal vor dem Nörvenicher Schloß wurde am 27. Juli 1966 durch Dechant Völl eingeweiht. Auf einem quadratischen Sockel aus Granit steht eine symbolische Flamme, die der Künstler aus rotem Würzburger Sandstein gearbeitet hat. Auf dem Sockel sind in Bronzebuchstaben die Namen der Kriegstoten aus beiden Weltkrieg verewigt. Die Inschrift lautet: „DEN TOTEN DER BEIDEN WELTKRIEGE GEWIDMET“. Die Pflastersteine um das Ehrenmal haben die Form des Eisernen Kreuzes. Am Volkstrauertag 1983 ist am Ehrenmal eine Gedenktafel für die jüdischen Opfer aus Hochkirchen und Nörvenich aufgestellt worden. Die Bronzetafel mit dem Davidstern hat folgenden Wortlaut: „Die Gemeinde Nörvenich gedenkt in Ehrfurcht und Trauer ihrer jüdischen Bürger aus Hochkirchen und Nörvenich die 1942 deportiert und in den NS-Vernichtungslagern ermordet wurden“ sowie auf hebräisch und deutsch: „Mögen ihre Seelen eingebunden sein im Bündel der Lebenden.“ 

 

1914 - 1918          
Keller Anton        
Neufeind Reiner        
Neufeind Heinrich        
Müllermeister Josef        
Geusen Johann        
Roggendorf Gerhard        
Axer Wilhelm        
Möss Kornelius        
Berger Franz        
Brandenberg Engelbert        
Jungbluth August        
Becker Wilhelm        
Krämer Anton        
Lussem Arnold        
Weingarten Wilhelm        
Hermanns Moritz Gftr.; Stab I. Abt. Felda. R. 402 03.01.1884 Nörvenich b. Düren 13.07.1918 nachträglich unter „1939-1945“ verzeichnet; auch im Gedenkbuch vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (RjF) verzeichnet

 

1939 - 1945      
Berge Martin    
Berger Peter    
Hahn Matthias    
Keller Matthias    
Keller Peter    
Loosen Adolf    
Möss Hubert    
Schnabel Franz    
Schneider Hubert    
Wilden Adam    
Zündorf Franz    
Badenheuer Wilhelm    
Berger Franz    
Hahn Alois    
Horst Willi    
Kaufmann Johann    
Koll Peter    
Kügeler Arnold    
Moritz Wilhelm    
Pelzer Franz-Josef    
Scholl Ferdinand    
Tobias Heinrich    
Adams Agnes    
Floss Hubert    
Franken Franz    
Mohr Wilhelm    
Pelzer Karl    
Roggendorf Hubert 03.04.1895 gef. 02.01.1945 bei einem Fliegerangriff

rot markierte Daten stammen von privaten Grabinschriften

 

ehem. Soldatenfriedhof Nörvenich - Schloßpark
(ehemals Schloßpark - existiert nicht mehr)

Nörvenich
Photo: Thomas Hampe

Mit der Schlacht im Hürtgenwald Ende 1944 wurde zur Entlastung der frontnahen Lazarette im Schloß Nörvenich ein Hauptverbandsplatz eingerichtet. Die hier an ihren Wunden verstorbenen Soldaten wurden auf einem eigenen Ehrenfriedhof (Schloßpark) beigesetzt. Der Hauptverbandsplatz wurde am 24./25. Februar 1945 aufgegeben, die ca. 221 Kriegsgräber wurden 1950 auf den Soldatenfriedhof Hürtgen umgebettet. Auf dem Platz des ehemaligen Friedhofes steht heute das Hauptgebäude der Nörvenicher Schule. 

 

Kriegsgrab auf dem Nörvenicher Friedhof
(Kirchgasse, Friedhof)

Nörvenich
Photo: 13.08.2005

Auf dem Nörvenicher Friedhof ruht ein Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges, bestattet in einem Familiengrab.

 

KRIEGSGRÄBER        
Roggendorf Hub. 03.04.1895 gef. 02.01.1945 bei einem Fliegerangriff „Hier ruhen in Gott“

 

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